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Als
ich 17 Jahre alt war, verbrachte ich ein Praxisjahr in einem gut geführten
Familienbetrieb in der Rheinland Pfalz. Mein Lehrherr war ein sehr gebildeter
und familienbezogener Mensch. Sein Leitspruch war, dass nur jemand der ein
intaktes Familienleben führt, den Kopf frei hat, herrliche Weine zu
produzieren.
Diese
Worte haben auch meine Philosophie geprägt ! Als
ich dann wieder in den elterlichen Betrieb einstieg,
Dies
gelingt mir heute durch die Unterstützung meiner Frau und meiner Mutter die
die extreme Qualitätskontrolle im Weingarten über hat, wie geringen
Winterschnitt, Ausdünnen und Entblättern der Traubenzone. Im Weingarten lege
ich auch Wert auf eine hohe Stockanzahl (3.800—4.000 je Hektar !). Außerdem
wird die Stammhöhe verkürzt und zugleich die Laubwand erhöht um mehr
Laubmasse zu bekommen und dadurch reifere Trauben zu erhalten. Mindestens 2—3
Erntedurchgänge gehören zu meinem Erfolgsrezept. Für meine Spitzenprodukte
bleiben ca. 3—5 gesunde Trauben per Stock so lange wie möglich zur Reifung hängen.
Die Trauben werden nur an kühlen Tagen geerntet, wegen der Gerbstoffe mit wenig
Druck gepresst und schnell verarbeitet. Ich bevorzuge eine sehr kühle und
langsame Gärung (bis zu 5 Wochen). Bei Gärungsende erfolgt ein sofortiger
Abstich, danach folgt eine Reifephase bis Ende Jänner. Nun folgt die erste
Filtration und Ende Februar eine frühe Flaschenfüllung, um die extreme Gärungskohlensäure
zu erhalten. Meine Kunden lerne ich bei Verkostungen in der Gastronomie und in Vinotheken, oder durch Mundpropaganda bestehender, zufriedener Kunden kennen. Bei unseren Kunden legen wir viel Wert auf Persönlichkeit. Sie sollen nicht nur unsere Weine kaufen und trinken, sondern uns als Winzerfamilie gerne kontaktieren.
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